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Gesamte Rechtsvorschrift für Stmk. Pflegeheimgesetz 2003, Fassung vom 25.02.2015

Landesrecht Steiermark
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Gesamte Rechtsvorschrift für Stmk. Pflegeheimgesetz 2003, Fassung vom 25.02.2015
Langtitel
Gesetz vom 1. Juli 2003 über die Pflege und Betreuung in Pflegeheimen und auf Pflegeplätzen (Stmk.
Pflegeheimgesetz 2003 – StPHG 2003)
Stammfassung: LGBl. Nr. 77/2003 (XIV. GPStLT RV EZ 947/1 AB EZ 947/5, IA EZ 341/1 AB EZ
341/34, IA EZ 394/1 AB EZ 394/12, IA EZ 473/1 AB EZ 473/10, IA EZ 668/1 AB EZ 668/8, IA EZ
758/1 AB EZ 758/7)
Änderung
LGBl. Nr. 77/2005 (XIV. GPStLT RV EZ 2013/1 AB EZ 2013/6)
LGBl. Nr. 4/2008 (XV. GPStLT RV EZ 1369/1 AB EZ 1369/4)
LGBl. Nr. 81/2010 (XV. GPStLT RV EZ 3701/1 AB EZ 3701/5) (CELEX-Nr. 32006L0054)
LGBl. Nr. 66/2011 (XVI. GPStLT IA EZ 425/1 AB EZ 425/2)
LGBl. Nr. 177/2013 (XVI. GPStLT RV EZ 2241/1 AB EZ 2241/4)
Text
Teil A
Allgemeines
§ 1
Anwendungsbereich
(1) Dieses  Gesetz findet auf Pflegeheime, Pflegeplätze und psychiatrische Familienpflegeplätze
Anwendung.
(2) Dieses Gesetz findet keine Anwendung auf
1. familiäre Pflege von haushaltsverbandsangehörigen Personen;
2. Einrichtungen, deren Betrieb durch das  Behindertengesetz, das Steiermärkische
Jugendwohlfahrtsgesetz oder das Steiermärkische Krankenanstaltengesetz geregelt wird.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005
§ 2
Begriffsbestimmungen
(1) Pflegeheime sind stationäre Einrichtungen, in denen mehr  als sechs Personen gepflegt und
betreut werden.
(2) Pflegeplätze sind stationäre Einrichtungen, die eine organisatorische und betriebliche Einheit
bilden, in der bis zu sechs nicht haushaltsverbandsangehörige Personen im Rahmen eines
Haushaltsverbandes gepflegt und betreut werden.
(2 a) Psychiatrische Familienpflegeplätze sind stationäre Einrichtungen, in denen höchstens zwei
Personen betreut und gepflegt werden, die chronisch psychisch krank und/oder geistig behindert sind und
die vorwiegend psychiatrischer Betreuung bedürfen.
(3) Pflegebedürftige Personen sind jedenfalls solche, die ein Pflegegeld nach einem Pflegegeldgesetz
beziehen.
(4) Einem Haushaltsverband angehörig sind Personen, die dort seit mehr als drei Jahren ihren
gewöhnlichen Aufenthalt haben.  Ehegattinnen/Ehegatten oder eingetragene Partnerinnen/eingetragene
Partner, Eltern und deren Vorfahren sowie Kinder und deren Nachfahren gelten auch dann als dem
Haushaltsverband angehörig, wenn die Dauer des gewöhnlichen Aufenthalts drei Jahre unterschreitet.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005, LGBl. Nr. 81/2010, LGBl. Nr. 66/2011
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§ 3
Ziel
Ziel der nachstehenden Bestimmungen ist es, Interessen, Bedürfnisse und Menschenwürde der
Heimbewohner zu achten, die Selbstständigkeit der Heimbewohner in Pflegeheimen zu gewährleisten und
auf die Sterbebegleitung und einen würdevollen Tod Rücksicht zu nehmen.
Teil B
Rechtsbeziehungen zwischen Heimbewohner und Heimträger
§ 4
Leistungen der Heimträger und die wesentlichen Vertragsbedingungen (Heimstatut)
(1) Heimträger haben öffentlich zugänglich in schriftlicher Form festzulegen, welche Leistungen sie
anbieten und welche rechtlichen Beziehungen zwischen den Heimträgern und den Heimbewohnern
entstehen (Heimstatut). Das Heimstatut ist bei Aufnahme schriftlich auszuhändigen.
(2) Das Heimstatut hat jedenfalls zu enthalten:
1. Name, Rechtsform und Sitz des Pflegeheimes;
2. Widmungszweck, insbesondere Angaben über den für die Aufnahme in Betracht kommenden
Personenkreis;
3. Angaben über die angebotenen Leistungen  im Bereich der Pflege, der sozialen Betreuung und
Rehabilitation, über die Möglichkeiten der Teilnahme an kulturellen und geselligen
Veranstaltungen;
4. Angaben über die Höhe der Tagsätze und deren Veränderung.
5. Vergütung im Abwesenheitsfall;
6. Kündigungsgründe, -frist und -form;
7. Art und Fälligkeit der Zahlungen;
8. Regelung der Tierhaltung;
9. Angaben über den Betriebsablauf und die Organisation des Heimes (Hausordnung);
10. Angaben über die Reinigung und Pflege der persönlichen Kleidung/Wäsche.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005
§ 5
Rechte der Heimbewohner
(1) Heimbewohner haben jedenfalls ein Recht auf
1. höflichen Umgang und Anerkennung der Würde und Persönlichkeit, insbesondere der Privat- und
Intimsphäre;
2. Pflege  und Betreuung im Umfang der Leistungsangebote und auf Einwilligung bzw. Ablehnung
von therapeutischen Maßnahmen;
3. Einsichtnahme in die eigene Pflegedokumentation;
4. Namhaftmachung einer Vertrauensperson, die in wesentlichen Belangen zu verständigen ist;
5. Abhaltung von Heimbewohnerversammlungen (mindestens einmal jährlich) und die Wahl von
Heimbewohnervertretern;
6. Behandlung und Erledigung von Beschwerden;
7. freie Arztwahl;
8. Beiziehung einer hausexternen Beratung;
9. Besuchszeiten außerhalb  der Nachtruhezeit und Einräumung der Besuchsmöglichkeit während
der Nachtruhezeit in besonders gelagerten Einzelfällen;
10. Mahlzeiten inklusive besonderer Ernährungsformen und Diäten sowie Ruhezeiten, die den
üblichen Lebensverhältnissen der Pflegeheimbewohner entsprechen.
11. Zugang zu einem Telefon;
12. persönliche Kleidung;
13. Möglichkeit einer angemessenen, individuell gestalteten Einrichtung nach Maßgabe der
baulichen Ausgestaltung;
14. Zahlungsbelege für Sonderleistungen;
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15. Möglichkeit zur sicheren Aufbewahrung von Geld und Wertgegenständen;
16. Aushändigung des Heimstatuts.
(2) Verzichtserklärungen von Heimbewohnern betreffend ihre Rechte gemäß Abs.  1 sind ungültig.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005
§ 7
Heimbewohneranwaltschaft
Das Land Steiermark kann eine Pflegeombudsstelle einrichten.
Teil C
Betrieb von Pflegeheimen
§ 8
Personalausstattung
(1) Pflegeheime dürfen nur betrieben werden, wenn das für die Pflege und/oder Betreuung der
Heimbewohnerinnen/Heimbewohner jeweils erforderliche Fach-  und Hilfspersonal vorhanden ist. Die
Pflege und Betreuung der Heimbewohnerinnen/Heimbewohner ist ausschließlich dem Fachpersonal
vorbehalten. Das Hilfspersonal hat sonstige für einen ordentlichen Heimbetrieb erforderliche,
insbesondere technische und hauswirtschaftliche, Aufgaben zu erfüllen.
(2) Für die zahlenmäßige Ermittlung des erforderlichen Fachpersonal s sind die Anzahl der
Heimbewohnerinnen/Heimbewohner und deren Pflegebedarf maßgeblich. Das Ausmaß des Pflegebedarfs
ist nach der Pflegegeldeinstufung zu beurteilen. Die Landesregierung hat durch Verordnung den
Personalschlüssel und die Qualifikation des Fachpersonals festzulegen.
(3) Für den Bereich „Pflege“ hat der Träger eines Pflegeheimes, sofern er nicht selbst die
Ausbildung zur Fachkraft aus dem gehobenen Dienst für Gesundheits-  und Krankenpflege hat, eine
Fachkraft aus dem gehobenen Dienst für Gesundheits-  und Krankenpflege als Pflegedienstleitung im
Rahmen eines Anstellungsverhältnisses zu beschäftigen. Die Landesregierung hat durch Verordnung das
Ausmaß des Anstellungsverhältnisses für diese Fachkraft festzulegen.
(4) Die Pflegedienstleitung hat eine geeignete Stellvertretung namhaft zu machen und vorzusorgen,
dass im Falle ihrer Verhinderung (insbesondere wegen Krankheit, Urlaub oder Aus-, Weiter-  oder
Fortbildung) diese Stellvertretung mit ihren Aufgaben betraut wird.
(5) Für den Bereich „Organisation, Qualitätssicherung und Leitung“ hat der Träger eines
Pflegeheimes neben der Pflegedienstleitung auch eine Heimleitung zu beschäftigen. Die Landesregierung
hat durch Verordnung die Qualifikation und die Aufgaben der Heimleitung sowie je nach Größe des
Pflegeheimes das zeitliche Ausmaß für die Wahrnehmung dieser Aufgaben festzulegen.
(6) Den Mitarbeitern ist die erforderliche berufsbegleitende Fortbildung und Supervision zu
ermöglichen.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005, LGBl. Nr. 66/2011, LGBl. Nr. 177/2013
§ 9
Pflegedokumentation
(1) Über jeden Heimbewohner ist ab dem Tag des Heimeintrittes eine Pflegedokumentation
anzulegen.
In dieser ist jedenfalls darzustellen:
1. Stammdaten;
2. Anlass und Datum der Aufnahme;
3. Pflegeanamnese;
4. Pflegediagnose;
5. Pflegeplanung, die mit den Heimbewohnern zu vereinbaren ist;
6. Pflegemaßnahmen;
7. Einstufung nach den Pflegegeldgesetzen;
8. Heimbewohnerwünsche;
9. Aufzeichnungen über die Art der Ernährung.
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(2) Die Pflegedokumentation ist derart zu  verwahren, dass eine missbräuchliche Kenntnisnahme
ihres Inhalts ausgeschlossen ist.
(3) Auskünfte aus der Pflegedokumentation sind nur mit Zustimmung des Heimbewohners zulässig.
(4) Die Dokumentation ist ab Beendigung des Vertragsverhältnisses zehn Jahre  lang aufzubewahren.
§ 10
Ärztliche Behandlung
(1) Die ärztliche Behandlung muss durch freie Arztwahl ermöglicht werden. Ärztliche Anordnungen
sind vom behandelnden Arzt zu paraphieren. Die Durchführung der ärztlichen Anordnungen ist vom
Pflegepersonal zu dokumentieren.
(2) Heimbewohner haben das Recht auf ungestörte Gespräche mit dem Arzt.
(3) Die Pflegedienstleitung hat sicherzustellen, dass im Bedarfsfall ärztliche Versorgung angefordert
wird.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005, LGBl. Nr. 177/2013
§ 11
Anforderungen für Neu-, Zu- und Umbauten
Zur Sicherung der Pflege, Rehabilitation und Betreuung sowie der sozialen Interessen und
Bedürfnisse der Heimbewohner haben Pflegeheime folgende infrastrukturelle Mindestanforderungen zu
erfüllen:
1. Standort und Umgebung:
Betreiber von Pflegeheimen haben sicherzustellen, dass den Heimbewohnern die Teilnahme am
gesellschaftlichen und kulturellen Leben ermöglicht wird.
2. Heimgröße:
Pflegeheime sind nach dem Kriterium der Überschaubarkeit zu errichten und in familiäre
Strukturen zu gliedern.
3. Zimmer:
Alle Zimmer sind mit einer Nasszelle auszustatten; es dürfen nur mehr Ein- und Zweibettzimmer
errichtet werden. Die Zimmer der Bewohner sind nach ihrer Eignung zu beurteilen, wobei
folgende Richtgrößen einzuhalten sind:
– Einbettzimmer   14 m2
– Zweibettzimmer   22 m2
jeweils ausgenommen die Nasszelle und ein allfälliger Vorraum zur Nasszelle.
Durch geeignete Maßnahmen ist die Wahrung der Privat- und Intimsphäre sicherzustellen.
4. Infrastruktur:
Neben  der erforderlichen pflegerischen Infrastruktur sind Räume für Zwecke der
Kommunikation und Therapie zu schaffen.
5. Barrierefreiheit:
Pflegeheime sind barrierefrei und rollstuhlgerecht auszustatten.
6. Pflegebad;
7. Maßnahmen zur Sicherheit der Bewohner.
Die Landesregierung kann mit Verordnung zu Z 1 bis 7 nähere Bestimmungen erlassen.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005
§ 12
Verschwiegenheitspflicht
Heimträger und in Pflegeheimen beschäftigtes Personal sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Die
Verschwiegenheitspflicht umfasst alle persönlichen, wirtschaftlichen und sonstigen Verhältnisse der
Heimbewohner gegenüber Personen, die nicht auf Grund eines Gesetzes ein Recht auf Auskünfte haben
und gilt auch für den Fall einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses weiter. Heimträger sind verpflichtet,
das Personal nachweislich auf diese Verschwiegenheitspflicht hinzuweisen.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005
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§ 13
Datenerhebung und Datenverwendung
(1) Die Heimträger sind verpflichtet, klienten-  und personalbezogene Daten in anonymisierter Form
sowie heimbezogene Daten und Verrechnungsdaten ohne unnötigen Aufschub vollständig und
wahrheitsgemäß in eine von der Landesregierung eingerichtete internetbasierende Datenbank einzutragen.
Änderungen der Daten sind unverzüglich zu aktualisieren.
(2) Heimträger haben der Landesregierung und der Bezirksverwaltungsbehörde unverzüglich
mitzuteilen
– die Aufnahme des Betriebes oder
– die gänzliche oder teilweise Betriebseinstellung.
(3) Die Landesregierung ist  berechtigt, die in Abs. 1 genannten Daten automationsunterstützt zu
verarbeiten und insbesondere zum Zweck der Qualitätssicherung, der Preisbestimmung, der Planung, der
Umsetzung des Controllings, der Statistik und Information in anonymisierter Form zu verwenden.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 66/2011
Teil D
Verfahrensbestimmungen
§ 14
Kontrolle
(1) Die Überwachung der Einhaltung dieses Gesetzes und der auf Grund dieses Gesetzes erlassenen
Verordnungen obliegt den Bewilligungsbehörden.
(2) Personen, die zur Durchführung der Kontrolle beauftragt sind, ist der uneingeschränkte Zutritt zu
gestatten, jede zur Kontrolle erforderliche Auskunft zu erteilen und die Einsichtnahme in die für die
Kontrolle maßgeblichen Unterlagen  –  insbesondere Pflegedokumentation, Dienstpläne,
Personalunterlagen und Bilanzen  –  zu ermöglichen. Auf begründetes Verlangen sind Abschriften oder
Kopien unentgeltlich zur Verfügung zu stellen oder binnen angemessener Frist nachzureichen.
(3) Kontrollorgane haben sich auf Verlangen auszuweisen.
(3 a) Werden bei der Kontrolle Mängel festgestellt, so hat die Behörde, außer bei Gefahr in Verzug,
dem Heimträger die Behebung dieser Mängel unter Setzung einer angemessenen Frist mit Bescheid
aufzutragen.
(4) Ergibt eine Kontrolle gemäß Abs. 1, dass die Pflege oder die Betreuung der Heimbewohner nicht
hinreichend gewährleistet ist, so hat die Bewilligungsbehörde bei Gefahr im Verzug die erforderlichen
Maßnahmen zum Schutz der Heimbewohner zu treffen. Wird die Bezirksverwaltungsbehörde als
Kontrollbehörde tätig, ist die Landesregierung unverzüglich zu verständigen, wenn Maßnahmen zum
Schutz von Heimbewohnern getroffen werden.
(5) Ergibt eine Kontrolle, dass Entziehungstatbestände gemäß §  15 Abs. 8 oder Abs. 9 vorliegen, hat
die Bezirksverwaltungsbehörde dies der Landesregierung anzuzeigen.
(6) Die Landesregierung kann im Sinne ihrer generellen Aufsichtspflicht oder wenn Bedenken über
die ordnungsgemäße Aufsicht zu Tage treten, die Bezirksverwaltungsbehörden zu speziellen Kontrollen
und Erhebungen anweisen.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005, LGBl. Nr. 66/2011, LGBl. Nr. 177/2013
§ 15
Bewilligung und Entzug der Bewilligung
(1) Die Bewilligung von Pflegeheimen, die vom Land, von einem Sozialhilfeverband, einer
Gemeinde oder von einer im Eigentum  einer Gebietskörperschaft stehenden wirtschaftlichen
Unternehmung betrieben werden, erteilt die Landesregierung.
(2) Die Bewilligung sonstiger Pflegeheime erteilt die Bezirksverwaltungsbehörde.
(3) Die Bewilligung ist erforderlichenfalls unter Vorschreibun g von Auflagen und/oder Bedingungen
zu erteilen, wenn die baulichen, brandschutztechnischen, personellen, hygienischen und organisatorischen
Voraussetzungen eine dem Stand der Wissenschaft entsprechende Pflege und Betreuung erwarten lassen.
Auflagen und Bedingungen können auch befristet werden.
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(4) Der Antrag auf Bewilligung hat folgende Angaben zu enthalten:
1. Höchstzahl der zu betreuenden Personen;
2. vorgesehene Betreuungs-, Pflege- und Rehabilitationsmaßnahmen;
3. planliche Darstellung des Raum- und Funktionsprogramms;
4. Bekanntgabe der verantwortlichen Heim- und Pflegedienstleitung;
(5) Zum Nachweis der Erfüllung der Voraussetzungen der Bewilligung sind nachfolgende
Nachweise zu erbringen:
1. ein Gutachten über das Vorliegen eines ausreichenden Brandschutzes;
2. ein Hygienegutachten;
3. eine schriftliche Erklärung der Baubehörde darüber, dass gegen die Benützung des Gebäudes als
Pflegeheim kein Einwand besteht.
(6) Jede Änderung der für die Erteilung der Bewilligung maßgeblichen Voraussetzungen  ist
bewilligungspflichtig.
(7) Ergibt sich nach Erteilung der Bewilligung, dass trotz Erfüllung der Bedingungen und
Einhaltungen der Auflagen der Schutz von Heimbewohnerinnen/Heimbewohnern nicht hinreichend
gewährleistet ist, so ist durch die Landesregierung die Vorschreibung weiterer oder geänderter Auflagen,
Bedingungen oder Befristungen für den Betrieb unter möglichster Schonung erworbener Rechte zulässig.
Die Landesregierung darf diese Maßnahmen nicht vorschreiben, wenn sie unverhältnismäßig sind. Dabei
gilt der Grundsatz, dass der mit der Erfüllung dieser Maßnahmen verbundene Aufwand nicht außer
Verhältnis zu dem damit angestrebten Erfolg stehen darf.
(8) Wird einem Mängelbehebungsauftrag gemäß § 14 Abs. 3a nicht fristgerecht entsprochen, ist die
Bewilligung von der Landesregierung gänzlich oder, soweit dies möglich ist, teilweise zu entziehen,
wenn
1. die Wahrung der Interessen und Bedürfnisse der Heimbewohnerinnen/Heimbewohner,
insbesondere deren Pflege, Betreuung und Versorgung, nicht gesichert ist,
2. die Voraussetzungen gemäß Abs. 3 für die Bewilligung nicht zur Gänze erfüllt werden,
3. die Anzahl und Qualifikation des Fachpersonals nicht den Bestimmungen des § 8 Abs. 2 in
Verbindung mit der dazu erlassenen Verordnung entsprechen,
4. keine Pflegedienstleitung beschäftigt wird oder diese nicht über die erforderliche Qualifikation
verfügt (§ 8 Abs. 3),
5. keine Heimleitung beschäftigt wird oder diese nicht über die erforderliche Qualifikation verfügt
(§ 8 Abs. 5),
6. die bewilligte Höchstzahl der Heimbewohnerinnen/Heimbewohner überschritten wird,
7. die Einschränkungen, die auf Grund der Beurteilung der Eignung des Pflegeheimes in der
Bewilligung festgelegt wurden, nicht eingehalten werden,
8. wiederholt gegen die Bestimmungen dieses Gesetzes verstoßen und zumindest eine
Verwaltungsstrafe verhängt wurde.
(9) Die Bewilligung ist von der Landesregierung  –  unter Berücksichtigung der Interessen der
Heimbewohnerinnen/Heimbewohner  –  mit sofortiger Wirksamkeit zu entziehen, wenn die Pflege oder
Betreuung  derart mangelhaft ist, dass daraus Gefahr für Leben und Gesundheit von
Heimbewohnerinnen/Heimbewohnern entsteht.
(10) Die Entziehung der Bewilligung erfolgt durch die Landesregierung. Beschwerden gegen diese
Bescheide haben keine aufschiebende Wirkung.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005, LGBl. Nr. 66/2011, LGBl. Nr. 177/2013
Teil E
Besondere Bestimmungen für Pflegeplätze
§ 16
Ziel und Anwendungsbereich
(1) Ziel der nachstehenden Bestimmungen ist es, die Interessen und Bedürfnisse Pflegebedürftige r
auf Pflegeplätzen zu beachten sowie die Menschenwürde und Selbstständigkeit dieser Menschen im
Rahmen einer familiären Pflege in einem qualitativ einwandfreien Standard zu sichern.
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(2) Ein Pflegeplatzverhältnis wird durch Aufnahme zum Zweck der Pflege un d Betreuung im
Haushaltsverband des Betreuers begründet.
§ 17
Bewilligung und Entzug der Bewilligung
(1) Pflegeplätze dürfen nur mit Bewilligung der Bezirksverwaltungsbehörde eingerichtet werden.
Die Entziehung einer Bewilligung erfolgt ebenso durch die Bezirksverwaltungsbehörde.
(2) Der Antrag auf Bewilligung hat zu enthalten:
1. Name, Geburtsdatum, Adresse des Pflegeplatzanbieters sowie Auszug aus dem Strafregister;
2. Angaben zur körperlichen und geistigen Eignung für die Tätigkeit;
3. Anzahl der zu betreuenden Personen.
4. Nachweis der Ausbildung zum/zur Fachsozialbetreuer/-in mit der Spezialisierung Altenarbeit (A)
oder einer gleich qualifizierenden Ausbildung.
5. Namhaftmachung einer gleichwertigen Vertretung des Pflegeplatzbetreibers für den  Fall seiner
Abwesenheit, insbesondere wegen Urlaubs oder Krankheit.
(3) Die Unterbringung hat ausschließlich in Einbett - oder Zweibettzimmern zu erfolgen; die Zimmer
der Pflegeplatzbewohner sind nach ihrer Eignung zu beurteilen, wobei folgende Richtgrößen  einzuhalten
sind:
– Einbettzimmer   14 m2,
– Zweibettzimmer   22 m2.
(3 a) Die Bestimmungen des § 9 Abs. 1 Z 1, 2, 7 und 8, sowie der §§ 12 und 13 gelten sinngemäß.
Sind Pflegeleistungen zu erbringen, die in den Anwendungsbereich des Gesundheits-  und
Krankenpflegegesetzes fallen, so hat der Pflegeplatzbetreiber, soferne er selbst nicht die erforderliche
Qualifikation besitzt, die Erbringung dieser Leistungen durch entsprechend qualifizierte Personen
nachzuweisen.
(4) Die Bewilligung ist erforderlichenfalls  unter Vorschreibung von Auflagen zu erteilen, wenn die
baulichen, brandschutztechnischen, personellen, hygienischen und organisatorischen Voraussetzungen
eine dem Stand der Wissenschaft entsprechende Pflege und Betreuung erwarten lassen.
(4a) Ergibt sich  nach Erteilung der Bewilligung, dass trotz Erfüllung der Bedingungen und
Einhaltungen der Auflagen der Schutz von Pflegeplatzbewohnerinnen/Pflegeplatzbewohnern nicht
hinreichend gewährleistet ist, so ist durch die Landesregierung die Vorschreibung weiterer  oder
geänderter Auflagen, Bedingungen oder Befristungen für den Betrieb unter möglichster Schonung
erworbener Rechte zulässig. Die Landesregierung darf diese Maßnahmen nicht vorschreiben, wenn sie
unverhältnismäßig sind. Dabei gilt der Grundsatz, dass der  mit der Erfüllung dieser Maßnahmen
verbundene Aufwand nicht außer Verhältnis zu dem damit angestrebten Erfolg stehen darf .
(5) Die Anzahl der haushaltsfremden Personen, die gepflegt und betreut werden dürfen, reduziert
sich um die Zahl jener haushaltsangehörigen Personen, die Pflegegeld beziehen.
(6) Die Bezirksverwaltungsbehörde hat die Pflegeplätze mindestens einmal jährlich zu kontrollieren.
§ 14 gilt sinngemäß.
(7) Die Bewilligung ist zu entziehen,
1. wenn die Voraussetzungen, die zur Bewilligung geführt haben, nicht mehr zur Gänze vorliegen
oder
2. wenn die Pflege und Betreuung mangelhaft ist, insbesondere dann, wenn daraus Gefahr für
Leben oder Gesundheit entsteht.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005, LGBl. Nr. 4/2008, LGBl. Nr. 177/2013
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TEIL E 1
Besondere Bestimmungen über Pflegeplätze für Bewohner mit besonderem
psychiatrischen Pflegebedarf
Psychiatrische Familienpflege
§ 17 a
Ziel
Ziel der psychiatrischen Familienpflege ist die Unterbringung chronisch psychisch kranker und/oder
geistig behinderter Personen im Rahmen einer familiären Pflege und Integration, der Aufbau und die
Förderung persönlicher, lebensechter und emotionaler Beziehungen dieser Personen zur Pflegefamilie
und die Sicherstellung einer ihren Bedürfnissen entsprechenden psychiatrischen Betreuung.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005
§ 17 b
Erbringung psychiatrischer Familienpflege
(1) Die Erbringung der psychiatrischen Familienpflege bedarf der Bewilligung der Landesregierung.
Die Bewilligung ist zu erteilen, wenn die personellen, fachlichen und organisatorischen Gegebenheiten
eine ausreichende und den individuellen Bedürfnissen der zu betreuenden Personen entsprechende
Qualität und Kontinuität der psychiatrischen Betreuung im Sinne der Ziele gem. § 17a gewährleisten.
(2) Der Antrag auf Bewilligung hat zu enthalten:
1. Angaben über Zahl und Qualifikation des vorhandenen Personals,
2. ein Konzept, insbesondere über die Art und Intensität der psychiatrischen Betreuung, die
Kriterien für die Auswahl der psychiatrischen Familienpflegeplätze und Voraussetzungen für die
Sicherstellung der erforderlichen Betreuung durch die Familien und
3. eine Liste von zumindest 50 gem. § 17c bewilligten psychiatrischen Familienpflegeplätzen, bei
denen die zu betreuenden Personen untergebracht werden sollen.
(3) Die Erbringer der psychiatrischen Familienpflege haben der Landesregierung jeden Wechsel der
von ihnen herangezogenen psychiatrischen Familienpflegeplätze anzuzeigen.
(4) Die Landesregierung hat die Einhaltung der erteilten Bewilligung  zu kontrollieren. Stellt sie
Mängel fest, hat sie deren Behebung binnen einer angemessenen Frist aufzutragen. Werden die Mängel
nicht fristgerecht behoben, so ist die Bewilligung zu entziehen. Bei Gefahr im Verzug, wenn das Leben
oder die Gesundheit der betreuten Personen gefährdet ist, hat die Landesregierung die Bewilligung mit
sofortiger Wirkung zu entziehen.
(5) Der Erbringer der psychiatrischen Familienpflege, dem die Bewilligung entzogen wurde, hat
raschest für eine den Bedürfnissen der zu betreuenden Personen entsprechende Betreuung zu sorgen.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005, LGBl. Nr. 177/2013
§ 17 c
Psychiatrische Familienpflegeplätze
(1) Die Einrichtung von psychiatrischen Familienpflegeplätzen bedarf der Bewilligung der
Bezirksverwaltungsbehörde.
(2) Der Antrag auf Bewilligung hat zu enthalten:
1. Name, Geburtsdatum, Adresse des Pflegeplatzanbieters sowie Auszug aus dem Strafregister;
2. Angaben zur körperlichen und geistigen Eignung für die Tätigkeit;
3. Anzahl der zu betreuenden Personen;
4. Namhaftmachung einer geeigneten Vertretung der Pflegeplatzanbieterin/des Pflegeplatzanbieters
für den Fall ihrer/seiner Abwesenheit.
(3) Die Unterbringung hat in Einbett-  oder Zweibettzimmern zu erfolgen; die Zimmer der
Pflegeplatzbewohnerinnen/Pflegeplatzbewohner sind nach ihrer Eignung zu beurteilen, wobei folgende
Richtgrößen einzuhalten sind:
– Einbettzimmer 14 m2,
– Zweibettzimmer 22 m2.
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(4) Die Bewilligung ist erforderlichenfalls unter Vorschreibung von Auflagen zu erteile n, wenn die
Unterbringung eine dem Ziel des § 17a entsprechende Pflege und Betreuung ermöglicht. § 17 Abs. 4a gilt
sinngemäß.
(5) Der Bezirksverwaltungsbehörde obliegt die Kontrolle der psychiatrischen Familienpflegeplätze.
§ 14 Abs. 2 und Abs. 3 sowie Abs. 5 und 6 gelten sinngemäß. Die Bezirksverwaltungsbehörde hat, wenn
sie bei der Kontrolle eines psychiatrischen Familienpflegeplatzes feststellt, dass die Betreuung der
Bewohnerinnen/Bewohner, insbesondere im Hinblick auf die Pflege, Verpflegung, Unterbringung,
Körperpflege oder Hygiene mangelhaft ist, die Behebung der Mängel binnen einer angemessenen Frist
aufzutragen.
(6) Die Bewilligung ist von der Bezirksverwaltungsbehörde zu entziehen,
1. wenn die Voraussetzungen, die zur Bewilligung geführt haben, nicht mehr zur Gänze vorliegen
oder
2. wenn einem Mängelbehebungsauftrag gem. Abs. 5 nicht fristgerecht entsprochen wird und/oder
die Pflege und Betreuung derart mangelhaft ist, dass das Ziel der psychiatrischen Familienpflege
gem. § 17a nicht erreicht werden kann.
(7) Bei Gefahr im Verzug, wenn das Leben oder die Gesundheit der zu pflegenden Personen
gefährdet ist, hat die Bezirksverwaltungsbehörde die Bewilligung des psychiatrischen
Familienpflegeplatzes mit sofortiger Wirkung zu entziehen.
(8) Im Falle der Entziehung der Bewilligung hat der Erbringer der psychiatrischen Familienpflege
dafür Sorge zu tragen, dass die auf diesem psychiatrischen Familienpflegeplatz untergebrachten Personen
raschest auf einem anderen geeigneten psychiatrischen Familienpflegeplatz untergebracht werden..
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005, LGBl. Nr. 177/2013
Teil F
Strafbestimmungen, Rechtsmittel,
Kosten des Verfahrens
§ 18
Strafbestimmungen
(1) Eine Verwaltungsübertretung begeht, wer
1. ein Pflegeheim ohne Bewilligung gemäß § 15 betreibt,
2. Pflegeplätze ohne Bewilligung gemäß § 17 betreibt,
3. die gemäß § 8 Abs. 2 in Verbindung mit der dazu erlassenen Verordnung erforderliche personelle
Ausstattung nicht erfüllt.
(2) Eine Verwaltungsübertretung begeht weiters, wer
1. die Rechte der Heimbewohnerinnen/Heimbewohner gemäß § 5 Z 1 bis 3, 7, 10 und 11 wiederholt
missachtet,
2. keine Pflegedienstleitung bestellt oder nicht dafür Sorge trägt, dass diese über die erforderliche
Qualifikation verfügt (§ 8 Abs. 3),
3. als Pflegedienstleitung die gemäß § 8 Abs. 3 geforderte Verantwortung nicht oder nur mangelhaft
wahrnimmt (z. B. fehlender Dienstplan oder Verletzung der Sorgfaltspflichten bei der Einhaltung
des Dienstplans),
4. keine Vorsorge für den Fall der Abwesenheit der Pflegedienstleitung im Sinne des § 8 Abs. 4
trifft,
5. die Pflegedokumentation (§ 9) nicht ordnungsgemäß führt oder aufbewahrt,
6. der Mitteilungspflicht gemäß § 13 Abs. 2 nicht nachkommt,
7. den Kontrollorganen
a) nicht uneingeschränkten Zutritt gewährt oder
b) die für die Kontrolle erforderlichen Auskünfte nicht erteilt oder
c) die Einsichtnahme in Unterlagen verweigert (§ 14 Abs. 2),
8. Auflagen gemäß § 15 Abs. 3 oder Abs. 7 oder § 17 Abs. 4 oder Abs. 4a trotz Setzung einer
Nachfrist nicht einhält,
9. angeordnete Maßnahmen zur Behebung von Mängeln (§ 14 Abs. 3a, § 17 Abs. 6, § 17b Abs. 4
und § 17c Abs. 5) nicht fristgerecht umsetzt,
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10. es unterlässt, Daten gemäß § 13 Abs. 1 zu erheben sowie vollständig und wahrheitsgemäß in die
von der Landesregierung eingerichtete Datenbank einzutragen.
(3) Eine Verwaltungsübertretung begeht weiters, wer
1. die gemäß § 11 durch Verordnung festgelegten baulichen, technischen und hygienischen
Anforderungen nicht einhält,
2. kein öffentlich zugängliches schriftliches Heimstatut erlässt oder dieses bei Aufnahme nicht
aushändigt (§ 4 Abs. 1),
3. die Rechte der Heimbewohnerinnen/Heimbewohner gemäß § 5 Z 4 bis 6, 8, 9 und 12 bis 16
wiederholt missachtet,
4. entgegen den Bestimmungen des § 8 Abs. 5 keine Heimleitung beschäftigt oder die Heimleitung
nicht über die erforderliche Qualifikation verfügt,
5. den Bestimmungen über die ärztliche Behandlung gemäß § 10 zuwiderhandelt,
6. gegen die Verschwiegenheitspflicht gemäß § 12 verstößt.
(4) Verwaltungsübertretungen gemäß Abs. 1 sind mit Geldstrafen bis zu 20.000 Euro zu bestrafen.
(5) Verwaltungsübertretungen gemäß Abs. 2 sind mit Geldstrafen bis zu 10.000 Euro zu bestrafen.
(6) Verwaltungsübertretungen gemäß Abs. 3 sind mit Geldstrafen bis zu 5.000 Euro zu bestrafen.
(7) Bei den Tatbeständen des Abs. 1 Z 1 und 2 ist der Versuch strafbar.
(8) Eine Verwaltungsübertretung nach den vorstehenden Bestimmungen liegt nicht vor, wenn die
Handlung oder Unterlassung den Tatbestand einer in die Zuständigkeit der  ordentlichen  Gerichte
fallenden strafbaren Handlung bildet.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 66/2011, LGBl. Nr. 177/2013
§ 19
Widmung von Geldstrafen
Geldstrafen fließen jenen Sozialhilfeverbänden und der Stadt Graz zu, in deren örtlichen
Wirkungsbereich die Verwaltungsübertretung verhängt wurde.
§ 21
Kosten der Bewilligungsverfahren
Die Kosten des Verfahrens einschließlich der Kosten von Sachverständigen trägt der Antragsteller.
Teil G
Schlussbestimmungen
§ 22
Übergangsbestimmungen für bestehende Heime und Pflegeplätze
(1) Für Heime, die auf Grund des Steiermärkischen Pflegeheimgesetzes, LGBl. Nr.  108/1994
bewilligt wurden, gelten folgende Bestimmungen:
1. Drei-  oder Mehrbettzimmer sind bis längstens 31. Dezember 2013 aufzulösen. Alle Zimmer sind
innerhalb dieser Frist gemäß den Bestimmungen des § 11 Z 3 umzubauen.
2. Für Dreibettzimmer gilt die Frist bis längstens 31. Dezember 2013, wenn eine Raumgröße von
mindestens 30 m2 (ohne Nasszelle) zur Verfügung steht.
3. Bis längstens 31. Dezember 2013  sind Pflegeheime mit behindertengerechten Pflegebädern mit
dreiseitig zugänglichen Badewannen und Hebeeinrichtungen auszustatten.
4. Bis längstens 31. Dezember 2008 sind diese Pflegeheime barrierefrei und behindertengerecht zu
gestalten.
(1a) Den Fristen  des Abs. 1 Z 1 bis 3 ist auch entsprochen, wenn der Bewilligungsbehörde bis
spätestens 31. Dezember 2013 Projektunterlagen für die vorzunehmenden Adaptierungen des
Pflegeheimes vorgelegt werden, die Folgendes beinhalten:
1. Höchstzahl der zu betreuenden Personen;
2. beabsichtigte Betreuungs-, Pflege- und Rehabilitationsmaßnahmen;
3. planliche Darstellung des beabsichtigten Raum- und Funktionsprogrammes.
(1b) Den Projektunterlagen gemäß Abs. 1a sind noch vor Aufnahme des Betriebes nachzureichen:
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1. Bekanntgabe der verantwortlichen Heim- und Pflegedienstleitung;
2. Brandschutzgutachten;
3. Hygienegutachten;
4. schriftliche Erklärung der Baubehörde über die einwandfreie Benützbarkeit des Gebäudes als
Pflegeheim.
Werden die gem. Abs. 1a Z 2 beabsichtigten  Betreuungs-, Pflege-  und Rehabilitationsmaßnahmen
und/oder das gem. Abs. 1a Z 3 beabsichtigte Raum-  und Funktionsprogramm abgeändert, so sind diese
modifizierten Pläne der Bewilligungsbehörde noch vor Aufnahme des Betriebes vorzulegen.
(1c) Die Bewilligung ist zu entziehen, wenn der Betrieb des adaptierten Pflegeheimes nicht bis
spätestens 31. Dezember 2017 aufgenommen wird.
(2) Für Pflegeplätze, die auf Grund des Steiermärkischen Pflegeheimgesetzes, LGBl. Nr.  108/1994
betrieben werden, gelten folgende Bestimmungen:
1. Pflegeplatzbetreiber haben innerhalb eines Jahres nach Kundmachung dieses Gesetzes um
Bewilligung gemäß § 17 anzusuchen. Bis zur rechtskräftigen Entscheidung dürfen die
Pflegeplätze weitergeführt werden.
2. (Anm.: entfallen)
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005, LGBl. Nr. 4/2008, LGBl. Nr. 81/2010, LGBl. Nr. 66/2011,
LGBl. Nr. 177/2013
§ 22 a
Übergangsbestimmungen zur Novelle LGBl. 77/2005
(1) Betreiber von Pflegeheimen, die auf Grund des Steiermärkischen Pflegeheimgesetzes, LGBl.
Nr. 108/94, betrieben werden, haben binnen sechs Monaten ab Inkrafttreten der Novelle LGBl.
Nr. 77/2005 eine Pflegedienstleitung, deren Stellvertretung und die Heimleitung im Sinne des §  8 Abs. 3
und 4 zu bestellen.
(2) Pflegeheime oder Pflegeplätze, die zum Ze itpunkt des Inkrafttretens der Novelle LGBl.
Nr. 77/2005 psychiatrische Familienpflege gewähren und mehr als zwei Personen betreuen und pflegen,
können diese Personen weiterbetreuen. Neuaufnahmen sind erst möglich, wenn die gemäß § 2 Abs. 2 a
festgelegte Höchstzahl der zu betreuenden Personen unterschritten ist.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005
§ 22b
Übergangsbestimmungen zur Novelle LGBl. Nr. 4/2008
(1) Pflegeplatzbetreiber von Pflegeplätzen, die vor dem Inkrafttreten der Novelle LGBl. Nr.  4/2008
bewilligt wurden, haben
1. bis längstens 31. Dezember 2013 den Abschluss einer Ausbildung im Sinne des § 17 Abs. 2 Z 4
nachzuweisen;
2. bis längstens 31. Dezember 2015 eine gleichwertige Vertretung im Sinne des § 17 Abs. 2 Z 5
namhaft zu machen.
(2) Die Bewilligung ist zu entziehen, wenn die Fristen des Abs. 1 nicht eingehalten werden.
(3) Von einer Entziehung der Bewilligung gemäß Abs. 2 kann im Interesse der zu pflegenden
Personen an einem durchgehenden Betreuungsverhältnis Abstand genommen werden, wenn  die
Pflegeplatzbetreiberin/der Pflegeplatzbetreiber mit 31. Dezember 2013 das 55. Lebensjahr vollendet hat
und ihre/seine ausreichende Erfahrung durch eine die letzten zehn Jahre vor Inkrafttreten der Novelle
LGBl. Nr. 177/2013 rechtmäßig ausgeübte Tätigkeit als Pflegeplatzbetreiberin/Pflegeplatzbetreiber
nachgewiesen ist und ausschließlich diejenigen Personen weiter gepflegt werden, die schon vor dem
31. Dezember 2013 von dieser Pflegeplatzbetreiberin/diesem Pflegeplatzbetreiber auf diesem Pflegeplatz
betreut wurden. Die Aufnahme neuer zu pflegender Personen ist jedenfalls nur zulässig, wenn den
Vorgaben dieses Gesetzes, insbesondere des Abs. 1 entsprochen ist.
(4) Zur Vermeidung unbilliger Härtefälle kann die Landesregierung über Abs.  3 hinausgehende
Nachsichten bis 30. Juni 2016 erteilen, wenn glaubhaft gemacht wird, dass die im Sinne des §  17 Abs. 2
Z 4 erforderliche Ausbildung so rechtzeitig begonnen wurde oder wird, dass sie bis zu diesem Zeitpunkt
abgeschlossen werden kann. Die Nachsicht ist mit sofortiger Wirkung zu widerrufen, wenn der
rechtzeitige Abschluss der Ausbildung nicht mehr möglich ist.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 66/2011, LGBl. Nr. 177/2013
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§ 22c
Übergangsbestimmungen zur Novelle LGBl. Nr. 177/2013
(1) Träger von im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Novelle LGBl. Nr. 177/2013 bewilligten
Pflegeheime müssen bis längstens 31. Dezember 2015 eine Heimleitung gemäß § 8 Abs. 5 beschäftigen.
(2) Heimleitungen von im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Novelle LGBl. Nr.  177/2013 bewilligten
Pflegeheimen müssen die Qualifikationen gemäß § 8 Abs. 5 und der dazu erlassenen Verordnung bis
längstens 31. Dezember 2016 erfüllen.
(3) Erbringer der psychiatrischen Familienpflege, die schon im Zeitpunkt des Inkrafttretens der
Novelle LGBl. Nr. 177/2013 die  psychiatrische Familienpflege erbracht haben, gelten im Sinne dieses
Gesetzes als bewilligt.
(4) Betreiber von im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Novelle LGBl. Nr.  177/2013 geführten
psychiatrischen Familienpflegeplätzen haben innerhalb von sechs Monaten  nach Kundmachung dieses
Gesetzes um Bewilligung gem. § 17c Abs. 1 anzusuchen. Bis zur rechtskräftigen Entscheidung dürfen die
psychiatrischen Familienpflegeplätze weitergeführt werden.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 177/2013
§ 23
Verweise
(1) Verweise  in diesem Gesetz auf andere Landesgesetze sind als Verweise auf die jeweils gültige
Fassung zu verstehen.
(2) Verweise in diesem Gesetz auf Bundesgesetze sind als Verweise auf folgende Fassungen zu
verstehen:
Bundesgesetz betreffend Gesundheits-  und Krankenpflege, BGBl. I Nr. 108/1997, in der Fassung BGBl. I
Nr. 6/2004.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005
§ 23a
Geschlechtsspezifische Bezeichnungen
Soweit in diesem Gesetz Personen-  und Funktionsbezeichnungen nicht ausdrücklich in der
weiblichen und  männlichen Form genannt werden, gelten die sprachlichen Bezeichnungen in der
männlichen Form sinngemäß auch in der weiblichen Form.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 81/2010
§ 24
In-Kraft-Treten
Dieses Gesetz tritt mit dem der Kundmachung folgenden Monatsersten, das ist der  1. November
2003, in Kraft.
§ 25
Außer-Kraft-Treten
Mit In-Kraft-Treten dieses Gesetzes tritt das Steiermärkische Pflegeheimgesetz, LGBl. Nr. 108/1994
außer Kraft.
§ 26
Inkrafttreten von Novellen
(1) Die Änderung des § 1 Abs. 1, § 2 Abs. 2, § 4 Abs. 2 Z 4, § 5 Abs. 1 Z 10, § 8 Abs. 3 und Abs. 4,
§ 10 Abs. 1, § 11 Z 3 und Z 6, § 12 dritter Satz, § 14 Abs. 2, § 15 Abs. 2 und 4, § 17 Abs. 2 Z 4, Abs. 4
und 6, § 22 Abs. 1 Z 1, § 23 Abs. 2, der Entfall des § 6, § 14 Abs. 1 zweiter Satz und die Einfügung des
§ 2 Abs. 2 a, § 11 Z 7 und des letzten Satzes des § 14 Abs. 3 a, des § 17 Abs. 2 Z 5 und Abs. 3 a, der
Überschrift zu Teil E 1, des § 17 a, § 17 b, § 17 c und des § 22 a durch die  Novelle LGBl. Nr. 77/2005 tritt
mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 2. September 2005, in Kraft.
(2) Die Änderung des § 17 Abs. 2 Z 4, des § 22 Abs. 2 Z 2 und des § 26 durch die Novelle LBGl.
Nr. 4/2008 tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 18. Jänner 2008, in Kraft.
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(3) Die Änderungen des § 2 Abs. 4 und der Überschrift von Teil G sowie die Einfügung des § 23a
durch die Novelle LGBl. Nr. 81/2010 treten mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der
25. September 2010, in Kraft.
(4) Die Änderung des § 2 Abs. 1 und 2, des § 8, des § 13 Abs. 1 und 3, des § 14 Abs. 2, des § 15
Abs. 5 Z 4, Abs. 7 und Abs. 9 und des § 18, der Entfall des § 15 Abs. 10 und 11 und des § 22 Abs. 2 Z 2
sowie die Einfügung des § 22b durch die Novelle LGBl. Nr. 66/2011 treten mit dem der Kundmachung
folgenden Monatsersten, das ist der 1. August 2011, in Kraft.
(5) Verordnungen auf Grund der Novelle LGBl. Nr. 66/2011 können ab dem der Kundmachung der
Novelle LGBl. Nr. 66/2011 folgenden Tag erlassen werden; sie dürfen jedoch frühestens mit dem in
Abs. 4 genannten Zeitpunkt in Kraft gesetzt werden.
(6) Die Änderungen des § 8 Abs. 5, des § 10 Abs. 3, des § 14 Abs. 5, des § 15, des § 17b, des § 17c,
des § 18 Abs. 2 Z 8 und 9, Abs. 3 Z 4 und Abs. 8 sowie die Einfügungen des § 17 Abs. 4a, des § 22
Abs. 1a, Abs. 1b und Abs. 1c, des § 22b Abs. 3 und Abs. 4 sowie des § 22c durch die Novelle LGBl.
Nr. 177/2013 treten mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 31. Dezember 2013 in Kraft.
(7) Der Entfall des § 20 durch die Novelle LGBl. Nr. 177/2013 tritt mit 1. Jänner 2014 in Kraft.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 77/2005, LGBl. Nr. 4/2008, LGBl. Nr. 81/2010, LGBl. Nr. 66/2011,
LGBl. Nr. 177/2013